Schneidtechnologie / Anwendungsleitfaden / Gummirecycling
Altreifen und Gummi zerkleinern
Bei der Altreifenbeschickung handelt es sich um eine Kombination aus zähem Gummi, Textilverstärkung und je nach Verarbeitungsstufe Stahlwulst oder -cord. Die Funktion des Messers ändert sich vom primären Zerreißen zum sekundären Granulieren. Daher muss in der Ausschreibung angegeben werden, ob Metall entfernt wurde und welche Partikelgröße die Schneidkammer erreicht.

Einsatzbereiche dieser Schneidanwendung
Primärzerkleinerung ganzer Reifen
Öffnen oder teilen Sie ganze Reifen oder entwulstete Reifen in Stücke, die einem nachgeschalteten Zerkleinerer zugeführt werden können.
Sekundärzerkleinerung von Reifensplittern
Reduzieren Sie vorzerkleinerten Gummi mit deklarierter Verstärkung auf eine kleinere kontrollierte Beschickung.
Granulieren von metallreduziertem Gummi
Produzieren Sie Krümelmaterial nach den Stahlentfernungsstufen, abhängig vom Sieb- und Trennsystem des Kunden.
Übliche Beschreibungen dieses Schneidproblems
- Schreddermesser für Altreifen
- Schneidmühlenmesser für Reifengummi
- Stoßschäden am Reifenrecyclingmesser
- Schneidmesser für Reifen mit Stahlcord
- Granuliermesser für Gummi
- Sondermesser für Reifenschredder
- Reifengummi auf definierte Größe zerkleinern
- Rotor- und Gegenmesser für Gummirecycling
Erforderliches Schnittergebnis festlegen
- Zuverlässiges Schneiden durch elastisches Gummi ohne starkes Umfalten
- Schlagfestigkeit angepasst an deklarierten Stahl oder Fremdmaterial
- Kontrollierte Korngröße mit begrenzter Wärme durch Rückführung
- Gleichmäßiger Verschleiß über aufeinander abgestimmte Rotor- und stationäre Kanten
Probleme vor einem Messerwechsel prüfen
Gummi faltet sich durch den Spalt, ohne sich zu trennen
Überprüfen Sie den Messerabstand, die Kantengeometrie, die Beschickunggröße, die Gummitemperatur und ob die Teile ausreichend erfasst werden.
Kanten splittern an den Stahlkontaktpunkten
Bestätigen Sie den Wulstkern- oder Kordanteil, die vorgelagerte Metallentfernung, den Aufprallort, die Rotorausrichtung und Überlastungsereignisse.
Gummi verschmiert oder erhitzt sich in der Kammer
Prüfen Sie Mattheit, übermäßige Rezirkulation, Siebbegrenzung, Beschickungsgeschwindigkeit und Kühlung oder Belüftung.
Eine Messerposition verschleißt schneller
Überprüfen Sie die Beschickungsverteilung, den Rundlauf des Rotors, das örtliche Spiel, den eingeklemmten Stahl und den Zustand des Sitzes.
Mögliche Messerformen
| Mögliche Messerform | Wann sie infrage kommt | Was bestätigt werden muss |
|---|---|---|
| Schreddermesser | Ein robustes Schreddermesser eignet sich möglicherweise zum primären Zerreißen, wenn große Stücke und zeitweise Stöße zu erwarten sind. | Bestätigen Sie die Wellen- oder Rotorschnittstelle, den Haken/Profil, den Schneidkreis, die Befestigungselemente, die Gegenmesserbeziehung und den angegebenen Metallgehalt. |
| Rotormesser für Schneidmühlen | Eine geradere Rotorkante eignet sich möglicherweise für die sekundäre Reduktion, nachdem die Beschickunggröße und die Verstärkung kontrolliert wurden. | Bestätigen Sie Rotorzeichnung, Messersitz, Schnittwinkel, Gegenmesserspiel, Sieb und maximales Eingabestück. |
| Gegenmesser | Eine stationäre Gegenschneide vervollständigt die Scherung und bestimmt das Arbeitsspiel. | Bestätigen Sie Länge, Abschnitt, Bezugspunkt, Einstellung, Abstützung und angepasste Geometrie des rotierenden Werkzeugs. |
Angaben für die technische Prüfung
Die genaue Messerbezeichnung ist nicht erforderlich. Senden Sie die verfügbaren Angaben zu Werkstück, Maschine, aktuellem Messer und Schnittergebnis, damit die Anwendung anhand einer Zeichnung oder eines Musters geprüft werden kann.
- Ganzer Reifen, Reifenabschnitt ohne Wulst, vorzerkleinerter oder metallreduzierter Gummizustand
- Pkw-, Lkw- oder andere deklarierte Reifenkonstruktion
- Stahlwulst, Stahlcord und Textilanteil beim Schneiden
- Eingehende und Zielgrößenverteilungen
- Gummitemperatur und Vorschubgeschwindigkeit
- Rotor-, Wellen-, Stator-, Sieb- und Kammerzeichnungen
- Aktuelles Spalt- und Einstellverfahren
- Gebrauchte Messer mit Verschleißspuren, Hitzeflecken, Ausbrüchen durch Schlagbelastung oder ungleichmäßiger Beanspruchung
Fragen zu dieser Schneidanwendung
Warum muss die Reifenverarbeitungsstufe identifiziert werden?
Vollreifen und metallreduzierter Gummi stellen sehr unterschiedliche Schlag-, Halte- und Größenkontrollaufgaben dar.
Kann härteres Messermaterial ein Abplatzen durch Stahleinwirkung verhindern?
Nicht automatisch. Eine höhere Härte kann die Zähigkeit verringern; befassen Sie sich zunächst mit der Stahlkontrolle, der Stützung und der Aufprallgeometrie.
Was führt dazu, dass Gummi verschmiert statt schert?
Hitze, stumpfe Kanten, großer Abstand und wiederholte Rückführung können den Gummi erweichen und verformen.
Verbessert ein kleineres Sieb immer die Gummigranulatgröße?
Es kann die Verweilzeit, die Hitze und den Verschleiß erhöhen. Bewerten Sie gemeinsam Sieb, Vorschubgeschwindigkeit und Messerzustand.
Welche Beweise helfen bei der Diagnose lokalisierter Schäden?
Ordnen Sie jeden Span der Rotorposition zu und vergleichen Sie Vorschub, eingeschlossenes Metall, Sitzkontakt, Rundlauf und Spiel.
Individuelle Prüfung des Schneidmessers anfragen
Senden Sie Werkstückdaten, Angaben zur Maschine oder zum Halter, Fotos oder ein Muster des aktuellen Messers, die benötigte Menge sowie Beispiele des derzeitigen Schnittproblems. Endmaße, Werkstoff, Schneidengeometrie und Toleranzen werden anhand der freigegebenen Anforderungen bestätigt.